Anzahl der Spieler: 2-6 / Spieldauer: 60/80 Minuten / Ort: Wien / Preis: 19-30€ pro Person
Verlassene Orte- die spannendsten Lost Places in Wien und ganz Österreich - openthedoor.at

Verlassene Orte- die spannendsten Lost Places in Wien und ganz Österreich - openthedoor.at

03.11.2020

Die Suche nach lange verlassenen Gebäuden und mysteriös bis gruselig anmutenden Orten hat sich in den letzten Jahren zu einem Hobby entwickelt, dem manche regelmäßig und viele hin und wieder nachgehen, wenn die Zeit und das Glück es erlauben. Denn das braucht man, wenn man sich auf die Suche nach solchen Schätzen begibt. Oft zugewachsen, einsturzgefährdet und mit ganz besonderer Ästhetik liegt denen, die sie schon gefunden haben, viel daran, sie geheim zu halten und den Charme somit zu bewahren.

Um euch die Suche etwas leichter zu gestalten, haben wir eine umfangreiche Liste für Lost Places in Wien und ganz Österreich zusammengestellt.

Noch ein paar wichtige Worte vorweg: Diese Orte sind zum Teil in Privatbesitz, nicht öffentlich zugänglich, einsturzgefährdet oder in anderer Weise gefährlich. Wir empfehlen euch daher, sie nur von außen zu bestaunen oder die offiziellen Möglichkeiten zu nutzen, um den Zauber des Verfalls mit Sicherheit und legal genießen zu können. Solltet ihr sie entgegen unserer Empfehlung trotzdem betreten, holt vorher die Erlaubnis der Besitzer ein, kümmert euch um alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen. Hinterlasst sie so wie sie sind, damit die Besucher nach euch nicht Müll und Verwüstung vorfinden, sondern die verlassenen Orte genauso genießen können wie ihr.

Verlassene Gebäude in Wien

1. Bombenruine Haus Fischerstiege/Salzgries

Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs sind noch nicht vergessen, die meisten baulichen Erinnerungen daran aber restauriert oder abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt. Eine Ausnahme davon stellt die letzte Bumbenruine Wiens dar: im Innenhof eines Wohnhauses im ersten Bezirk. Die drei- bis vierstöckige Ruine mit schweren Metallträgern, die ehemals ein Kaufhaus war, ist seit dem Krieg unverändert. Inmitten eines Wohnhauses mitten im 1. Bezirk, Fischerstieg/Salzgries, sind somit unter verwachsen Ziegeln und Mauerresten die Erinnerungen an die “Schlacht um Wien” noch sehr lebendig.

2. Bujatti- Villa

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Über viele Jahre stand die Villa des Seidenherstellers Franz Bujatti, nach der sogar die ganze Straße “Bujattigasse” benannt ist, leer. Sie war damit ein beliebter Ort für die Urban-Exploring Szene in Wien, was leider auch zerbrochene Fensterscheiben, Schmierereien und das ein oder andere Graffiti hinterlassen hat. Dieses spezielle Umfeld hat aber auch Platz und genau die richtige Ästhetik geschaffen für die neuen “Bewohner”, die seit 2018 die Villa gemietet haben. Der Kulturverein”Riot” nutzt den alten Prachtbau nun, um jungen Künstlern Raum für kreatives Schaffen, eine Bühne und natürlich auch die Möglichkeit, Kontakt zu knüpfen, zu geben. Ein Blick auf ihre Facebook Seite lohnt sich, um sich über aktuelle Projekte zu informieren und die Möglichkeit wahrzunehmen, sich im Rahmen dieser auch mal innerhalb der Villa umzuschauen.

3. Ruinenvilla im Dehnepark

Ursprünglich im Besitz der Fürstin Antonie von Liechtenstein, war dieses spezielle Gebäude schon bei der Errichtung eine Ruine. Der dazugehörige Park im 14. Bezirk wurde nach dem 2.Weltkrieg von der Stadt gekauft und für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, bisherige Modernisierungsbestrebungen des Gebäudes sind noch nicht umgesetzt worden.Der Verfall schreitet deswegen immer weiter fort und verleiht der ganzen Umgebung des verlassenen Gebäudes in der Parklandschaft des Dehneparks eine mystische Atmospähre.

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4. Religiöse Erinnerung an Alte Zeiten

Alte Dokumente verstreut am Boden, das ehemalige Ehebett noch bezogen und in jedem Raum voller Zeichen eines sehr religiösen und gottgefälligen Lebens. Das noch vollständig eingerichtete Wohnhaus würde zwar innerhalb der letzten Jahre immer mehr von wenig rücksichtsvollen Besuchern verwüstet, zeigt aber immer noch auf gespenstige und gleichzeitig faszinierende Lebenswelt der damaligen Bewohner. Die Location ist nicht offiziell bekannt, der Hinweis auf eine Lage ganz in der Nähe des Flughafens und der Raffinerie könnte für besonders Abenteuerlustige aber nützlich sein.

5. Wasserschloss am Hackenberg

Während die heutige Verwendung und auch der ursprüngliche Baugrund als Wasserspeicher für das Trinkwasser des Bezirks Döbling eher unspektakulär klingt, ist dieser Ort ein wahres Schmuckstück. Nicht ganz einfach zu finden, am Hackenberg im 19. Bezirk, versteckt sich das Gebäude, das dem Wort “Wasserschloss” alle Ehre macht. Die bewachsene Kuppel, umgeben von schön gestalteten Treppenaufgängen, Balustraden und Arkaden, kreieren gemeinsam mit dem davor liegenden Wasserbecken ein zauberhaftes Flair.

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6. “Nobelfriedhof” in Wien-Währing

Den Namen als “Nobelfriedhof” erhielt der heute als Park genutzte Währiger Friedhof aufgrund seiner zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, die dort begraben liegen. Seit 1945 verfällt dieser geschichtsträchtige Ort, und auch wenn nur noch der jüdische Teil des Friedhofs sowie ein Denkmalhain mit 58 Grabsteinen erhalten sind, so bleibt es doch ein kulturhistorischer Schatz unter den Lost Places. Zudem völlig gefahrlos und legal zu betreten, das sollte man sich nicht entgehen lassen. 

7. Friedhof der Namenlosen

Der Friedhof der Namenlosen am Albanerhafen dient als letzte Ruhestätte für alle diejenigen, die zwischen den Jahren 1840 und 1940 als unidentifizierbare Wasserleichen aus einem Wasserstrudel der Donau angespült wurden. Insgesamt 478 Tote werden mit Gedenkkreuzen erinnert. Nur der neuere Teil des Friedhofs ist gut gepflegt, im hinteren Teil gibt es überwuchernde Gräber und verwilderte Bäume, die den ohnehin schon bedrückenden Schauplatz der traurigen Seiten der Geschichte Wiens in ein besonderes, der Stimmung angemessenes Licht rücken.  

Verlassene Gebäude in Österreich

1. Sanatorium Feichtenbach

Das ehemalige Lungensanatorium, das mit seinen neuartigen Behandlungsmethoden sowie der idyllischen Lage in einem großen Park Gäste und gut betuchte Patienten anlockte, wurde in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts errichtet und ist seit 2002 verlassen. Ehemals für mehr als hundert Patienten ausgelegt, bietet das riesige Gebäude eine Vielzahl von Zimmern und ehemaligen Behandlungsräumen, die das eine oder andere Geheimnis bereit halten.

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2. Schloss Pottendorf

Auf eine lange Geschichte zurückblicken kann dieser außergewöhnlich Lost Place, nicht weit von der Hauptstadt Wien entfernt. Erbaut im 12 Jahrhundert als Wasserburg, Landsitz des letzten Babenbergers Friedrich II. wurde es 600 Jahre später zu einem Lustschloss und fiel nach dem 2. Weltkrieg in die Hände der Sowjets. Das Dach ist seitdem eingestürzt und der überwältigende Teil der ehemaligen Schätze, Kunstwerke  und Einrichtungsgegenstände wurden geplündert. Nur vereinzelte Wandmalereien und die äussere Hülle erzählen noch Geschichten von der ehemaligen Pracht des Schlosses an der Fischa.

3. Baumwollspinnerei Schivizhoffen in Weigelsdorf

Auch an der Fischa gelegen und deshalb als Fischapark bezeichnet findet man heute noch die Reste einer alten Baumwollspinnereien. 1870 erlebte sie mit über 300 Arbeitern, darunter auch Kindern, ihren Höhepunkt. Zu dieser Zeit wurde sie nur mit Wasserkraft betrieben, erst um 1900 erhielt eine Dampfmaschine Einzug. Nachdem auch während den Weltkriegen zur Herstellung von Uniformen noch recht rege Betriebsamkeit herrschte, musste 1967 Konkurs angemeldet werden. Seitdem verfällt die Fabrik mit zwei Schlotten sowie das zugehörige Arbeiterhaus und die Arbeiterwohnungen zusehens.

4. Alte Post- und Pferdewechselstation in Perschling

Auch wenn der kleine Ort Perschling heute eher unscheinbar anmutet, war zu Zeiten der römischen Antike dort reges Treiben. Die Lage an der Hauptverbindungsstraße zwischen Tulln und St. Pölten machte ihn zum idealen Ort für eine Pferdewechselstation. Über die Jahrhundert wurde es dann irgendwann zu einer Poststation, die heute noch steht und von den alten Zeiten zeugt. Ein sehr liebevoll gestaltetes Heimatmuseum bietet dort Einblick. Aber nicht nur die Geschichte der Post- und Pferdewechselstation wird gezeigt, auch prähistorische Funde aus der nahen Umgebung, inklusive Mammutknochen, und historische Zeugnisse aus der bäuerlichen und handwerklichen Lebenswelt der Bewohner des Dorfes über die Jahrhunderte können bestaunt werden. 

5. Ehemaliges Ziegelwerk in Schleinbach

Auf dem riesigen verlassenen Gelände mit einer Größe von 14 Hektar zeugt das zusehends verfallende Gebäude des ehemaligen Zentrums der Ziegelindustrie des Weinviertels von lange vergangener Geschäftigkeit. Die Brennöfen durften nie ausgehen und Arbeiter stellten im Akkord den Baustoff für die Region her. In den großen Hallen kann man unter Schutt und Verwachsung noch entfernt erahnen, welche Arbeitsschritte damals durchgeführt wurden. Fast präsenter und mindestens genauso spannend sind die Spuren der Besucher, die sich seit der Stilllegung in die Gebäude verirrt haben. Ein Schrottauto, ein in einem Nebenraum behelfsmäßig eingerichtetes Wohnzimmer das wohl jemand als Bleibe genutzt hat und Graffitis an den Wänden erzählen ihre eigenen Geschichten. Auch die ehemaligen Arbeiterwohnungen sind spannend. Hier lebten bis 2002 noch zugewanderte Arbeiterfamilien, und wer genau sucht kann vielleicht alte Spielzeuge oder Bücher finden. Aber Achtung: schwer einsturzgefährdet, betreten kann hier sehr gefährlich werden!

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